Softe Karamellen

Teilen ist ne tolle Sache- da werdet ihr mir sicherlich zustimmen!
Freude teilen, Glück teilen, Kleidung und sonstige Gebrauchsgegenstände mit Freunden und Unbekannten zu teilen, das sind und bleiben wunderbare Momente .
Erst recht, wenn das Gegenüber oder man selbst gar nicht damit rechnet und einfach beschenkt wird mit Liebe in unterschiedlichen Formen- ziemlich wunderbares Gefühl !

Wenn Essen aber so unsagbar lecker schmeckt, dass jeder Bissen eine kleine Geschmacksexplosion im Mund auslöst, hört bei mir der Spaß auf:

Ja , ich gestehe, Essen zu teilen , insbesondere natürlich sehr leckeres Essen, ist schrecklich für mich.
Jedes Mal, wenn meine Kinder ihre kleinen Händchen nach meinem Teller ausstrecken und ihre Augen flehend nach mehr verlangen, führe ich innerliche Kämpfe:
Die eine Seite in mir will ihre Bedürfnisse wahrnehmen und mit ihnen teilen.
Wäre da nicht diese Gollumartige Stimme in mir, die ganz leise flüstern würde:
„Meins! Mein Schatz!“

Mein Mann ist da das genaue Gegenteil:

Jedes Mal, wenn er essenstechnisch schwer von etwas begeistert ist, MUSS er andere an diesem Glück teilhaben lassen und lässt jeden bereitwillig probieren.
Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass das zu einigen problematischen Szenen in unserer Ehe geführt hat, weil ich meinen Teller umklammernd im Restaurant unterm Tisch gesessen habe, in der Angst, seine fiese Gabel würde sich wieder meinem Teller nähern *kleiner Scherz*.

Ein bisschen fies und gemein kam ich mir also vor, als ich diese UNSAGBAR megaleckeren Karamellen zubereitet habe.
Wohlwissend, dass der Rest meiner Familie sie genauso lieben würde wie ich, habe ich zu härteren Mitteln greifen müssen.
Sorry guys, ich musste das einfach tun- haltet mich für ein egoistisches Ekel, aber mir blieb nichts anderes übrig:
Ich habe ganz zum Schluss der Zubereitung Salz über die fertigen Karamellen gestreut.

Jip, Salz und Karamell finde ich nämlich ziemlich unschlagbar in der Kombination.
Der Rest der Familie eher weniger, und als meine Töchter angeekelt das Gesicht verzogen haben, als sie eine testen durften, überkam mich kein Mitleid, sondern nur tiefe innere Freude :-).
Diese kleinen Scheißerchen würde mir niemand wegessen, was für ein Triumph!

Wenn ihr eher der Typ wie mein Mann seid, der bereitwillig tolles Essen teilt, und eure Liebsten nicht so auf Salz stehen:
Auch Nüsse, Streusel, gehackte Schokolade und vieles mehr kann als leckeres Topping diese feinen Karamellen verfeinern!
Aber eine Spur Salz ergänzt sich einfach toll mit dem süßen Geschmack der Karamellen , glaubt mir :-)!

Softe Karamellen ( Fudge)
( Abwandlung aus dem „Regentage Kreativbuch)

80 g weiße Schokolade

150 g Zucker

100 g Butter

2 EL Honig

200 g Sahne


Meersalz zum Bestreuen

1.)

Die weiße Schokolade fein hacken.
Eine kleine Auflaufform ( ca. 15*15 cm) mit Backpapier auslegen.

2.)

Zucker , Butter und Honig in einen kleinen Topf geben.
Sahne zu den Zutaten schütten und alles gut und gründlich miteinander verrühren.

3.)

Die Zutaten bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.

Die Hitze so runterschalten, dass die Mischung immer noch leise köchelt- bei mir war das bei mittlerer Hitzezufuhr der Fall.
Die Mischung unter ständigem Rühren- sonst brennt die Mischung gegen Ende hin an!- ca. 12-15 Minuten köcheln lassen.
Die Masse sollte in etwa die Farbe und Konsistenz von dicker Karamellsauce haben, auf alle Fälle aber eine Spur am Topfboden hinterlassen, wenn ihr mit dem Löffel durch die Masse fahrt !

4.)

Vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade in der Karamellmasse schmelzen lassen.
Sollte dabei die Masse etwas gerinnen-
einfach erneut auf die Herdplatte stellen und bei geringer Wärmezufuhr die Masse zu einer einheitlichen Konsistenz verrühren!

5.)

Die Karamellmasse vorsichtig in die Auflaufform gießen und mit Zutaten nach Wunsch bestreuen.
Komplett aushärten lassen und dann in mundgerechte Stücke schneiden und nach Wunsch verpacken.
Kühl und trocken sind die Karamellos mehrere Wochen lang haltbar !

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu