Fantastischer Drei-Tage-Teig

Brot und ich, das ist eine seltsame Story :

Tatsächlich liebe ich Brot sehr. Gutes Brot.
Brot duftet nach Heimat und Bodenständigkeit, nach ehrlicher Handarbeit, nach Liebe und Ehrlichkeit zu guten Zutaten
Und genau hier liegt auch das Problem:
Richtig gutes Brot findet man nur noch selten.

Bei den Bäckerei-Ketten schmecken die angebotenen Brote oft auswechselbar gleich, die Kruste ist oft mehr labbrig als wirklich knusprig und alles in allem ist es keine wirkliche Geschmacksexplosion im Mund.
Denn ein gutes Brot braucht meiner Meinung nach nicht viel als Belag, etwas gesalzene Butter, ein wenig Kresse- that´s it !

Wenn man sehr viel aufs Brot draufpacken muss, um ein Geschmackserlebnis zu bekommen, stimmt etwas mit dem Brot nicht . Punkt.

 
Mein momentanes Leben als Mama lässt es nicht zu , dass ich den megatollen Ddrölftausendstundengehteig ansetze, mit dem Ziel, ein möglichst perfektes Brot zu erhalten.

Umso begeisterter war ich natürlich, als ich über dieses Rezept gestolptert bin :

Ein Teig, den man dann im Laufe zu drei verschiedenen Kreationen verarbeitet und der nur im Kühlschrank aufbewahrt werden muss, das klang himmlisch!
Also habe ich mich drangemacht, und was soll ich sagen:
Es funktioniert einwandfrei und man wird mit feinstem Brotgeschmack belohnt, das lange Gehen macht den Teig wunderbar feinporig und herausgekommen ist ein Ciabatta, Sonntagsbrötchen und Fladenbrot .

Wenn ihr also wie ich gutes, hausgemachtes Brot liebt und mit wenig Aufwand wunderbare Ergebnisse erzielen wollt, dann kann ich euch diesen 3-Tage-Teig nur ans Herz legen !

Fantastischer Drei-Tage-Teig
Sophia Frey: 
 
Zutaten
  • 500 g WeizenmehlType 405
  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 2 Päckchen Trockenhefe
  • 30 g Salz
  • Körner nach Belieben und Sesam
Zubereitung
  1. Beide Mehlsorten , Hefe und Salz in einer großen Schüssel mischen, 720 ml lauwarmes Wasser zugeben und mit dem Rührgerät 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig ist weich und genau so soll er sein !
  2. Bei Zimmertemperatur 2 Stunden gehen lassen und wie folgt zu folgenden Brotkreationen verarbeiten:
  3. Für das Ciabatta am gleichen Teig ⅓ des Teiges abnehmen und den restlichen Teig zugedeckt in den Kühlschrank stellen.
  4. Den Teig auf einem Backblech zu einem länglichen Strang von ca. 25 cm formen, mit etwas Mehl bestäuben und nochmals 1 Stunde gehen lasssen. Dann im vorgeheizten Backofen bei 250° Ober/-Unterhitze 10 Minuten , folgend bei 225° nochmals weitere 10 Minuten backen und auskühlen lassen.
  5. Für die Brötchen am Folgetag die Hälfte des verbliebenen Teiges aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu 8 gleichgroßen Brötchen rundwirken, erneut 1 Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen. Danach Teiglinge mit Wasser bestreichen und nach Belieben mit Körnern bestreuen, folgend im Ofen zunächst bei 250° 10 Minuten, danach bei 225° weitere 5 Minuten backen und auskühlen lassen.
  6. Für das Fladenbrot am nächsten Tag den verbliebenen Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu 2 kleinen Fladen formen und wiederum 1 Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen. Die Fladen mit Wasser bestreichen und mit Sesam bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 225° 10-15 Minuten backen

Ich liebe dieses Brot schon jetzt und freue mich drauf, es in unterschiedlichsten Ausführungen zu backen.
Genial stelle ich mir auch verschiedene Kräuter wie Rosmarin und Thymian darin vor, aber auch Röstwiebeln und Käse machen sich sicherlich wunderbar darin.

Ihr seht: eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt ! Und jetzt bleibt mir nicht mehr , als euch ein tolles Backerlebnis zu wünschen – habt es fein !


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